Unter dem Motto "gvSIG und Interoperabilität" organsieren CSGIS und MapMedia am 18.11.2010 eine 1-tägige Veranstaltung zu freier Software. Ein umfangreiches Programm wurde zusammengestellt, welches das freie DesktopGIS gvSIG unter Berücksichtigung von Erweiterungen und der Anbindung an weitere Software-Produkte aus dem OpenSource - Bereich vorstellt.
Vormittags werden Projekte vorgestellt, in denen gvSIG zum Einsatz kommt, z.B. IHK München und Oberbayern.
Die im letzten Jahr gegründete gvSIG Association, die für die Weiterentwicklung der Software zuständig ist, wird in einem Vortrag präsentiert.
Ein Live-Einstieg in die Version gvSIG 1.10 mit vielen neuen Funktionen leitet den praxisorientierten Teil des Informationstages, mit 5 verschiedenen Workshops ein.
gvSIG Mobile und Mini (für Handies) werden präsentiert, ebenso wie die Aufbereitung von Geodaten aus einer PG-Datenbank zur späteren Präsentation als WebGIS im Internet.
In einem weiteren Workshop werden die beiden Prototypen zu gvSIG Mobile und gvSIG Desktop für die Arbeit mit Sensordaten vorgestellt.
Am Beispiel von Sextante, Netzwerk und NavTable erhalten die Teilnehmer Einblick in die umfangreiche Palette von gvSIG-Erweiterungen.
Die Teilnahmegebühren für den Informationstag betragen 199,00 inkl. 19% MwSt. In den Gebühren sind die Getränke und Snacks während der Kaffepausen sowie das Mittagessen enthalten.
9:00 – 9:15: Begrüßungskaffee und Anmeldung
9:15 – 9:30: Begrüßung (Jörg Thomsen, Mapmedia)
gvSIG in der Praxis und Neuigkeiten
9:30 – 10:00 Aktuelles von gvSIG (José Canalejo, CSGIS)
gvSIG 1.10 in der stabilen Version ist ein leistungsstarkes DesktopGIS (GNU/GPL).
Mit der Version 1.9 wurde gvSIG hinsichtlich Symbologie und Beschriftung, durch neue Selektions- und Informationstools, sowie weitere Editierfunktionen und ein vereinfachtes Programmmanagement verbessert. Die aktuelle Version 1.10 von gvSIG bietet zudem wesentliche Änderungen, wie z.B. Anpassungen von gvSIG an Java 1.6, Integration von Erweiterungen (NavTable, Sextante) und neuen Legendentypen (Kreis- und Balken- Diagramme).
Der Vortrag stellt zudem die 2009 gegründete “gvSIG Association” vor, ein Konsortium verschiedener Firmen zur nachhaltigen Entwicklung von gvSIG.
10:00 – 10:30 gvSIG als Desktop-Ergänzung zu WebGIS-Anwendungen (Jörg Thomsen, MapMedia)
Dafür steht nun eine Kombination aus gvSIG für Power-User und einer Mapbender-Anwendung für das Intranet zur Verfügung. Beide Anwendungen greifen auf den selben Datenbestand zu, mit gvSIG können die zugrunde liegenden Daten editiert werden. Im Rahmen des Projektes gab es Weiterentwicklungen von gvSIG.
http://www.gvsig.gva.es/eng/off/gvsig-desktop/all-versions/download/gvsig-19/downloading-the-program/
10:30 - 11:00 gvSIG in der IHK München (Andreas Fritzsche, IHK München)
Die Geoinformation spielt eine entscheidende Rolle in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung eines modernen Staates. In Bezug der eigenverantwortlichen Funktionen und zahlreichen Dienstleistungen der Industrie und Handelskammern, besteht ein grundlegender Bedarf an GIS, v.a. hinsichtlich der Präsentationsgrundlage und Optimierung von Prozessen.
Der IHK München und Oberbayern stehen für verschiedene Belange und Dienstleistungen verschiedene OpenGIS- Lösungen zur Verfügung. gvSIG dient dabei der individuellen räumlichen Analyse und Vorbereitung von Geodaten zur Veröffentlichung im Internet.
Der UMN Mapserver ist ebenfalls im Einsatz und stellt wichtige Web-Dienste zur Verfügung.
Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die Open Source- Technologie der IHK München und Oberbayern.
11:00 - 11:15 Kaffeepause
11:15 – 12:00 Workshop 1: Neuigkeiten von gvSIG live Einstieg (Ruth Schönbuchner, CSGIS)
Der Workshop gibt einen Überblick zu den neuen Softwarekomponenten der aktuellen Version von gvSIG. An einem praktischen Beispiel werden die Neuerungen der Software präsentiert, z.B. neue Legendentypen (Kreis- und Balkendiagramme) und erweiterte Beschriftungsmethoden, neue Selektions- und Informations-Werkzeuge, Quick-Druck/Quick-Info, neue Editier- und Pufferfunktionen, Integrierte Erweiterungen zur Raster und Vektordatenanalyse (Sextante), NavTable zur vereinfachten Organisation von Tabellen, einfache Aktualisierung der Benutzeroberfläche von gvSIG durch ein eigenes Sprachmanagement, und vieles mehr.
12:00 – 13:00: Mittagspause
gvSIG und Interoperabilität
13:00 – 13:45 Workshop 2: gvSIG mobile und gvSIG Mini (Miguel Montesinos, Prodevelop - gvSIG Association)
gvSIG Mobile ist ein freies Geoinformationssystem (GIS), welches für den mobilen Einsatz auf einem PDA verwendet werden kann. Damit lassen sich Daten vor Ort aufnehmen und erneuern. Die Software ist - ähnlich wie das DesktopGIS gvSIG - sehr benutzerfreundlich, kann die gängigsten Raster- (z.B.ECW, JPEG, PNG, GIF) und Vektor- Formate (z.B. SHP, GML, KML, GPX),
sowie Remote- Dienste (z.B. WMS) bearbeiten und bietet zahlreiche GIS- und GPS- Werkzeuge für die Geoinformationsverarbeitung.
Weitere Informationen unter: www.gvsig.org/web/projects/gvsig-mobile/description-2/view
gvSIG Mini für Handies ist ein idealer Begleiter für Unterwegs. Als freier Viewer bietet es Zugriff auf Kartendienste von z.B. OpenStreetMap, YahooMaps, Microsoft Bing, uvm. Funktionen wie die Nutzung von WMS, WMS-C-Diensten, Adress- und POI-Suche, Routenplanung, uvm. stehen damit zur Verfügung. Nähere Informationen finden Sie unter: https://confluence.prodevelop.es/display/GVMN/Home
13:45 - 14:30 Workshop 3: Vom DesktopGIS ins Web mit gvSIG Publikation OGC im Zusammenspiel mit Mapserver, PostgreSQL/Postgis , Mapbender und OpenLayers (Toni Pignataro, WhereGroup)
Ziel des Workshops soll sein, im DesktopGIS aufbereitete Geodaten in einer WebGIS- Anwendung zu implementieren.
Die Teilnehmer lernen, einen OGC-konformen Webmappingdienst mit OS DesktopGIS gvSIG zu erstellen und diesen Dienst in den WebGIS-Client Mapbender einzubinden.
Die Geodaten (aus einer PostGIS-Datenbank) werden in gvSIG zunächst aufbereitet.
Mit Hilfe der Erweiterung "Publikation OGC" wird die Konfigurationsdatei für den UMN Mapserver (MAPFILE) automatisch erstellt und für die Anwendung angepasst und konfiguriert.
Das generierte Mapfile wird anschließend in den WebGIS-Client Mapbender eingebunden und online präsentiert.
14:30 – 14:45 Kaffeepause
gvSIG Erweiterungen
14:45 – 15:30 Workshop 4: gvSIG Desktop und Mobile als SensorGIS (Miguel Montesinos, Prodevelop - gvSIG Association)
Das SOS (Sensor Observation Service)- Protokoll ist eine Sepzifikation der OGC Sensor Web Enablement (SWE), welche den Zugriff auf heterogene Sensor-Daten aus Langzeitbeobachtungen in standardisierter Form erlaubt.
Für die Nutzung von Sensor-Daten, wurden im Rahmen des gvSIG Projektes, zwei SOS Prototypen für gvSIG Desktop und gvSIG Mobile entwickelt.
Die folgenden Funktionen wurden bereits implementiert: GetCapabilities (zur Beschreibung des Dienstes), DescribeSensor (für den Metadaten-Zugriff) und GetObservation (um Beobachtungen und Messungen zu erhalten). Dieser Vortrag gibt nähere Informationen über die Möglichkeit, mit gvSIG Desktop und Mobile auf Sensor-Daten zuzugreifen.
15:30 – 16:30 Workshop 5: Sextante, Network analysis und NavTable (Ruth Schönbuchner & Jose Canalejo, CSGIS)
In diesem Workshop werden verschiedene freie Software-Produkte präsentiert, die als Erweiterung zu gvSIG verwendet werden können.
Sextante bietet zahlreiche Funktionen zur Raster- und Vektordatenanalyse an (derzeit ca. 300 Algorithmen). Kürzlich wurde eine Schnittstelle zwischen der freien Software GRASS und Sextante entwickelt. Damit ist es nun möglich, die Geo-Algorithmen beider Systeme in gvSIG zu nutzen, wodurch sich der Funktionsumfang von gvSIG auf ca. 530 verschiedene Werkzeuge erhöht. Besonderes Augenmerk sei hier auch auf die Verarbeitung von Prozessen unter Verwendung eines integrierten Modelbuilders, sowie die Integration von WPS (Web Processing Service) gelegt.
Die Erweiterung zur Netzwerkanalyse bietet verschiedene Routing-Funktionen an, z.B. Berechnung der kürzesten Entfernung zwischen A und B (Shortest Path), Ermittlung der nächstgelegenen Einrichtung zu einem Startpunkt (Closest Facility, OD Matrix), Versorgungsbereiche (Service Area), etc.
Mit Hilfe von NavTable ist es möglich, Tabelleninhalte neu organisiert, ähnlich eines Formulars, zu verwalten. Damit können Attributwerte schneller und einfacher gefunden und verarbeitet werden.
16:30 - 17:00 Abschluss-Diskussion
17:00 Ende
... und hier geht es zum Veranstaltungsort: http://www.medicallounge.com/kontakt-anfahrt.html
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!